Einige von euch kennen ja vielleicht noch meine Blogs bei Kwick...irgendwie hatte ich damit komplett aufgehört, aber da ich hier doch einige von den „alten“ Kwicklern wieder gesehen habe, kam die Lust auf, mal wieder einen Beitrag zu schreiben.
Normalerweise gehe ich Sonntagfrüh immer durch „meinen“ Park. Unweit meiner Wohnung befindet sich der Blaupark und es ist, abgesehen von der wohl nie enden wollenden Baustelle, wirklich eine tolle Möglichkeit, mitten in der Stadt durchs Grün zu wandern. Und heute war es mal wieder soweit. Gegen halb 9 bin ich los, habe zuerst Familie Duck besucht, die wohl Verwandtschaft zu Besuch hatten. Es waren wirklich viele und dieses Mal nicht nur die Herren, sondern alle waren sie da. Tanten, Onkel, Oma, Oma und die noch jüngeren. Das Wasser der Blau, die dem Park seinen Namen gab, stand noch hoch und war wohl vor einigen Tagen sogar über die Ufer getreten. Aber ich hatte Glück, denn meine Schwimmklamotten hatte ich nicht angelegt. Am frühen Morgen ist es besonders schön, durch den Park zu gehen. Es riecht noch nach Natur, kaum Menschen unterwegs, bis auf ein paar irre Jogger, viele Radfahrer und der ein oder andere Gassigänger. Wobei die Hunde wirklich weit höflicher sind, als die Herrchen und Frauchen. Die Hund grüßen wenigstens, aber so viele der Gassigänger laufen einfach an einem vorbei, als wäre man unsichtbar. Nun, es ging an uralten Bäumen entlang, auf der anderen Uferseite sah ich plötzlich ein paar Surfer! Ja ihr habt richtig gelesen. Es gibt eine Stelle an der die Blau gestaut wird und dann dahinter in voller Fahrt wieder weiterströmt. Und genau dort wollten die Surfer ins Wasser. Das dürfte ein kurzes Vergnügen geworden sein. Am Ende des Parks angekommen, ging ich weiter, vorbei an einer übergroßen, aufgehängten Plastikeule, einem tollen alten Ford, und gelangte in den elitären Stadtteil von Ulm, der sich Söflingen nennt. Die Söflinger sind so ein eigenes Volk, das sich nicht zu Ulm dazu zählt, sie sind keine Ulmer, sondern Söflinger. Aber der Stadtteil hat auch etwas Schönes. Wunderbare alte Fachwerk- und Backsteinhäuser, tolle Gemälde an einigen Hauswänden, die man leider nicht veröffentlichen darf, kleine Gässchen, kuschelige kleine Cafés und Geschäfte...ja der Bereich von Ulm hat schon auch was. Auf dem Rückweg habe ich einen Marienkäfer ein Stück als Anhalter mitgenommen und ihn dann in einem Gebüsch wieder in die Natur entlassen...ja es war wieder einmal ein herrlicher Spaziergang...und ich hoffe, dass mich mein mittlerweile doch angeschlagener Körper noch viele solcher Spaziergänge machen lässt. Leute genießt den Tag, ich hoffe, ihr habt alle so schönes Wetter wie wir im wunderschönen Ulm.